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Im Geek-Week Podcast in dieser Woche beschäftigen sich Frederic (Portland), Jean-Claude (Bern) und Marcus (München) mit dem Breitbandausbau in Deutschland, den überraschend guten Quartalszahlen von Twitter, einer Marissa Mayer, die seit fast genau zwei Jahre Chefin von Yahoo ist, der Handelskette Best Buy und dem (leidigen) Thema Wetter Apps.

Enjoy.

Twitter will User-Timeline vorfiltern

Twitter hat mit sehr guten Quartalszahlen die pessimistisch gestimmten Analysten der Wall Street überrascht. Vor allem eine Zahl ist für den Kurznachrichtendienst besonders erfreulich: Die  monatlichen Nutzern stiegen von 267 Millionen auf 271 Millionen an. Im Jahresvergleich ist das ein Anstieg um 24 Prozent und um 6 Prozent, wenn man die Zahlen dem ersten Quartal gegenüberstellt.

Foto: Joi Ito
Twitter-CEO Dick Costolo widersprach jedoch der Vermutung, der Anstieg sei auf die Fußball-WM in Brasilien zurückzuführen. Richtig sei jedoch, dass die Nutzer während der WM häufiger getwittert hätten.

Costolo führt den Nutzerzuwachs vor allem auf eine verbesserte Timeline zurück, die der Dienst in den vergangenen Monaten immer wieder umgebaut hatte. Man habe dafür gesorgt, dass vom Punkt der Erst-Anmeldung der neue Twitter-User schnell einen Mehrwert in seiner Timeline gesehen habe.

Costolo zeigte sich stolz, dass es während der Fußball WM erstmals gelungen sei, perfekte Zusatzinfos anzubieten: Von Fotos über Ergebnisdienste bis hin zu allgemeinen WM-Infos.

Die guten Quartalsergebnisse ließ die Twitter-Aktie im Handel nach Börsenschluss um bis zu 35 Prozent auf mehr als 52 Dollar in die Höhe schießen.

Alarmieren dürfte die Twitter-User jedoch die Aussage, dass man derzeit darüber nachdenkt, die jeweilige User-Timeline vorzufiltern. Und zwar nach den vermeintlichen Interessen eines jeden Nutzers. Der Twitter-Algorithmus würde das Nutzerverhalten analysieren und dann entscheiden, welche Tweets in Timeline relevant sind. Kurzum: man würde nicht alle Tweets eines Nutzer erhalten, auch wenn man ihm folgt.

Genau dieser Schritt hatte schon beim Konkurrenten Facebook für heftige Kritik gesorgt. Denn dort beklagen die User des Weboberfläche schon seit vielen Monaten, dass sie längst nicht mehr alle Einträge befreundeter Personen erhalten.

Was Ex-NSA Chef Keith Alexander heute macht…

Foto: NSA
Der ehemalige NSA-Chef hat eine Sicherheitsfirma gegründet und vertreibt Software, die vor Cyberattacken schützen soll. Dazu plant der 63jährige auch mehrere Patente anzumelden.

Berühmtheit erlangte Alexander durch die Veröffentlichungen von Whistleblower Edward Snowden. Zu genau dieser Zeit war Alexander Chef der NSA, bevor er dann im März diesen Jahres von seinem Posten nach fast neun Jahren im Amt zurücktrat.

Der Ex-NSA- und Ex-General hat aber offenbar noch keinen Gefallen am Rentnerdasein: Alexander hat sich mit einer Beratungsfirma selbständig gemacht und verkauft jetzt Cybersecurity Software. Und die Beratung will er sich anscheinend etwas kosten lassen. Unternehmen und Organisationen, die die Dienste von Alexander in Anspruch nehmen wollen, sollen 600.000 Dollar pro Monat bezahlen. Drei Unternehmen haben angeblich schon bei IronNet einen Vertrag unterzeichnet.

Mit IronNet Cybersecurity habe er eine einzigartige Technologie entwickelt, die frühzeitig Cyberattacken gegen große Unternehmen oder Regierungsorganisationen aufdecken könne. Alexander will mindestens neun Patente anmelden, eventuell sogar mehr.

Alexander wäre damit vermutlich der erste Chef der NSA, der sich nach der Rente Patente sichert. Der Onlinedienst ForeignPolicy schlussfolgert, dass sich Alexander hier auf sauberem juristischen Terrain bewegt – solange er nachweisen könne, dass er die Entwicklungen in seiner Freizeit gemacht habe.

Hacker installiert Doom auf Bankautomat

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Der Australier Ed Jones liebt offenbar ausgediente Computer. Am Wochenende hat er dieses Video auf YouTube gepostet. Jones hat einen NCR Bankautomaten so umgebaut, dass sich auf die – wohlgemerkt Original -Hardware das legendäre Ego-Shooter Spiel Doom aufspielen lässt.

Noch sieht der Umbau ziemlich improvisiert aus. Ed plant aber wohl, das Tastaturfeld so umzuprogrammieren, dass man damit die Waffen auswählen kann.

Den Drucker, so das Gerücht, will er ebenfalls umbauen: Er soll nach dem Ende eines Spiels, den jeweiligen High Score ausdrucken.

Im YouTube Kommentarfeld wurde er gefragt, weshalb er nicht modernere Spiele wie Minecraft installiere anstatt auf Doom, das im Jahr 1993 herausgekommen war, zu setzen. Seine Antwort: Klar hätte er den Automaten technisch aufpimpen können, sein Ziel sei es aber die alte, die Original Hardware nutzen.

Facebook-Nutzer auf dem Smart Phone müssen für’s Nachrichten künftig die separate Messenger-App des Netzwerks installieren.

Screen_Shot_2014-07-28_at_5.52.24_PM Das Unternehmen informiert derzeit die Nutzer seiner Facebook-App. Bereits im April wurde bekannt, dass Facebook den Messenger aus der App herauslösen möchte. Ein positiver Testlauf in Europa hat CEO Mark Zuckerberg nun offenbar darin bestärkt, die Messaging Funktion aus der Hauptapp rauszunehmen und alle User zum Umstieg zu zwingen. Das Unternehmen ließ wissen, dass die Nutzer im Schnitt 20 Prozent schneller auf Nachrichten reagierten, wenn sie die Messaging App verwendeten.

Ab nächster Woche, so Facebook gegenüber TechCrunch, wolle man alle Nutzer der iOS und Android Apps zum Umstieg auf die Messaging App zu bewegen – vorausgesetzt sind verwenden die Chat-Funktion.

Für Facebook hat der Umzug Vorteile: Das Entwicklerteam der Hauptapp kann sich wieder um die Kernaufgaben kümmern, während die Entwickler der Messaging-App jetzt vermutlich noch schneller neue Funktionen einbauen und umsetzen können als zuvor, wo sie vermutlich auf die Zyklen der Hauptapp Rücksicht nehmen mussten.

Ziel von Facebook könnte es sein, sich mit der Messaging Funktion gerade auf dem Smart Phone weiter unentbehrlich zu machen. Der Konkurrenz gerade im hart umkämpften Messaging-Markt wird das Leben noch schwerer gemacht – denn WhatsApp (gehört zu Facebook) und Facebook können so geschickt, Mitbewerber wie Snapchat vor sich hertreiben.